Von Thea König

Warum bin ich mir so sicher, dass der Ursprung meiner Symptome einen körperlichen Ursprung hat und die Psyche sekundär ihren Senf dazugegeben hat?

Ich würde sagen, dass es mehrere Gründe gibt. Was vermutlich gut ist, denn das Stützt meine These.

1. Zeitpunkt

Meine Symptome haben am Tag nach meiner Impfung angefangen, sind die ersten Wochen/Monate recht gleich geblieben, bis ich mich einmal richtog ausgeruht hatte und dann ging alles von Schlaf/Schlafqualität/Anstrengung/Bewegung aus.

2. Symptomatik

Ohne mich jemals davor darüber informiert zu haben (wo auch? Gab es 2022 vermutlich noch fast nichts dazu), weise ich die gleichen Symptome auf wie andere Patienten mit Post Covid oder Post Vac.

3. Differenz zu Dissoziativem

Ich hatte bereit 2020 das Problem, dass ich Psychosomatischen Schwindel und andere Formen von dissoziativen Symptomen hatte. Also psychosomatische Krampfanfälle etc. Und das von damals und das jetzt mag von außen ähnlich wirken (von weitem) aber es ist komplett anders. Damals hatte ich keinerlei Schwäche nur das Ziehen in den Boden bzw das Karusell. Außerdem sind meine ganzen Symptome dissoziativer Natur geblieben. Ich bin (Überraschung) immer noch Teil eines DIS Systems, ich kann immer noch dissoziieren, gibt nur kaum Auslöser dafür. Skilltraining der Jugendhilfe hat sich ausgezahlt. Und Krampfanfälle habe ich immer noch bei Auslösern. Ich kann es nur länger hinauszögern, auch durchs Skilltraining.

4. Betrifft alle

Ich weiß, dass das etwas ist, was wenige verstehen können, aber für mich ist es auch ein Indiez, dass jeder aus dem System die gleichen oder sehr ähnlichen Probleme hat, wenn wir im Körper sind. Alle Psychischen Probleme – Außer DIS, was offensichtlich alle Betrifft – Betreffen nicht alle. Manchmal fast alle, manchmal nur einen oder zwei. Und auch, wenn viele von uns Depressiv sind, sieht es bei jedem anders aus. Wenn Maximilian dadurch zum Erzähler grenzwärtiger Witze geworden ist, ist Lilly ernster geworden. Sie hat im Gegensatz zu vielen von uns „erst“ in der Jugendhilfe durch die Ablehnung dieser ihr gegenüber Depressionen erfahren. So viel ernster, dass es manchmal weh tut sie so zu sehen. Sie war mal der Sonnenschein, der keine Wolken oder Regen kennt. Oder der dann einfach noch heller scheint, da er sieht wie wichtig beides ist.

5. Ängste

Bestimmt ist auch ein Teil die Angst, dass T*ter recht haben. Dass ich ihre Stimme „Ich hatte recht“ in meinem Kopf hören müsste. Dass sie rechtfertigen würden, was sie mir angetan haben, da sie ja recht hatten. Auch, wenn ich weiß, dass nichts das rechtfertigen kann.

6. Trefferquote

Ich habe ein echt gutes Gespür für mich und meinen Körper und in der Vergangenheit war es oft so, dass ich sagte: da ist was. Ärzte meinten, sie sehen nichts, geh zur Therapie um dann Jahre später zu sagen. Äh upsi, wir haben da was gefunden. (Nicht, dass sie es für notwendig sehen würden sich zu entschuldigen) Und meistens hat dann das was sie mir bis dahin gesagt haben zu tun, alles verschlimmert.

Die ganzen Zweifel von außen, sorgen nur dafür, dass ich anfange an meinen grundliegenden Gefühlen zu zweifeln.

7. Kein Problem mit Psychosomatischem

Oft ist ja das Argument von Ärzten, dass man keine Psychosomatische Ursache will. Da man das nicht akzeptieren kann.

Die Sache ist, ich habe mit allem was Psychosomatischem Ursprung ist bei mir keinerlei Probleme das so zu sehen. Ich habe kein Problem zu sagen, dass meine Kopfschmerzen oft Psychosomatisch sind. Ich mein seht euch an worüber ich mir alles Gedanken machen muss und multipliziert das mal mindestens 14. Denn so viele teilen sich mindestens diesen Körper.

Ich habe keinerlei Probleme zu sagen, dass meine Krampfanfälle Psychosomatischen Ursprungs sind und auch dass ich gefühlt nie meine Tage habe schiebe ich mit gutem Grund und Gewissen in diese Spalte.

Ich beharre nicht zum Spaß darauf, dass das hier etwas anderes ist. Alles in mir sagt mir, dass die Ärzte etwas entscheidendes Übersehen. Und ich habe ein Problem damit, wenn Menschen etwas auf die Psyche schieben, da man vorbelastet ist. Wenn sie vergessen, dass wir auch noch einen Körper haben. Einen sehr geschwächten Körper. Ich sage nicht, dass meine Psyche das alles nicht verschlimmert und bestärkt, aber das tut sie auch bei meinem Diabetes. Das ist kein Grund mir kein Insulin oder weniger, als ich brauche zu geben.

Ich will, dass eine Ursache gefunden wird, die alles erklärt und nicht die Hälfte ignoriert. Ich möchte, dass man mir auf Augenhöhe und mit Respekt begegnet.

Ich habe den Eindruck hier etwas vergessen zu haben, was sehr wahrscheinlich ist, da es so viel zu diesem Thema zu sagen gibt. Aber vorallem:

Gesundheitssystem, bitte fange an Hilfsmittel denen zu Verfügung zu stellen, die sie brauchen. Egal, ob Ärzte eine Psychische oder Somatische Ursache finden oder auch nicht. Es gibt keinen Grund weshalb ein Gesunder Mensch einen Rollstuhl will und deshalb immer und immer wieder beim Arzt sitz. Ein Mensch, der offensichtlich leidet, in welcher Form auch immer. Bitte fangt an euch mehr um Menschen, als um Diagnosen und Geld zu sorgen.  By the way: Es wäre günstiger gewesen mir einen Rollstuhl zu verschreiben, als all die Untersuchungen zu machen, die gemacht wurden, all die Arztbesuche und vorallem unnötigen Krankenhausaufenthalte zu bezahlen.

Und die Schäden die es verursacht hat, Sowohl von all den Unfällen, die ich aufgrund der schlechten Versorgung hatte, als auch die Psychischen Schäden, die es mit sich gebracht hat, trage ich. Ihr müsst nur wieder für die Therapie zahlen.

Hilfe  ist oft günstiger und rentierender als keine Hilfe. Und alle würden sich besser fühlen. Ich hoffe, dass sich etwas verändert.

Alles Liebe, Thea


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